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Besuch der Zukunft in Leverkusen

In den ehemaligen Räumen der Druckerei Garcia entsteht das Probierwerk der WfL Wirtschaftsförderung Leverkusen. Noch allerdings steckt das Probierwerk in den Kinderschuhen. Das Gebäude wird noch entkernt. Die Baumasse ist alt und hält so manche Überraschung bereit: Hinter einer Fassade taucht eine nicht bekannte Tür auf. Leitungen befinden sich an den merkwürdigsten Stellen. Dennoch: es nimmt langsam Form an: Die Rigips-Platten für die neue Raumaufteilung stehen schon. Und so wird mir und dem Europaabgeordneten Arndt Kohn lebhaft die Vision des Probierwerks vor Augen geführt.

Wirtschaft, Bildung, Handwerk: Gemeinsam die Welt bewegen

Auf etwas mehr als 1000 Quadratmetern entsteht hier ein Biotop fürs Gründen und Lernen im Bereich der Digitalisierung und den sogenannten MINT-Berufen. Das Probierwerk verknüpft Wirtschaftsförderung mit einem Bildungsanspruch: als außerschulischer Lernort, machen das ZDI-Netzwerk cLEVer Rhein-Wupper und das Ausbesserungswert Leverkusen e.V. jungen Menschen Lust auf MINT-Berufe. Als Gemeinschaftsprojekt zwischen der WfL, dem ZDI-Netzwerk und dem Ausbesserungswert Leverkusen ist das Probierwerk Kind ganz unterschiedlicher Eltern, die für ein gemeinsames Ziel die Kräfte bündeln. Im Probierwerk trifft sich, was viel zu selten zusammen kommt: Das Beste aus Wirtschaft und Technik, Bildung und Handwerk. Ja, es geht um Wirtschafts- und Standortförderung. Aber dazu zählt eben auch: den Nachwuchs bilden und begeistern. Köpfe, kluge und begeisterte, sind der wertvollste Rohstoff für die Zukunft. Eine Verbindung, die Schule machen sollte.

So soll es bald aussehen

Gründerszene für Leverkusen

Aber der Reihe nach: Das Probierwerk stellt Büros und Coworking-Arbeitsplätze für innovative Start-Ups zur Verfügung. Hier können kreative Gründerideen ausprobiert und verwirklicht werden. Dabei ist das Probierwerk nicht nur Vermieter von Arbeitsplätzen, sondern unterstützt die Gründer mit einem Mentoring-Programm beim Wissenstransfer und der Herstellung von Kontakten zu anderen, auch gestandenen Unternehmen. Die Vision ist ein Zentrum für einer lebendigen Gründer- und Unternehmerszene in Leverkusen wird.

Digitale Techniken hautnah erleben

Ergänzt wird dieser klassische Inkubator-Ansatz durch das Angebot an Bildungsseminaren für Jugendliche im Bereich Digitalisierung und MINT. Und weil graue Theorie allein den Spaß an jeder Sache verdirbt, gibt es mit dem Maker Space ein besonderes Angebot: Hier können Schüler neueste Technologien, wie den 3D-Druck, praktisch und spielerisch unter Leitung des Ausbesserungswert erproben. Und das gefällt mir besonders gut: Begeisterung zu wecken. Selber machen und anpacken. Nur so entsteht etwas Neues.

Dr. Obermaier zeigt uns das Probierwerk

Start-Up Leverkusen

Digitalisierung ist in aller Munde. Egal, ob es um Schule und Bildung oder den hinterherhinkende Mittelstand geht. Egal ob als utopisches Heilsversprechen, das alle Probleme der Menschheit lösen wird oder als Weltuntergangsfantasie, weil Digitalisierung alle Arbeitsplätze vernichten wird. Das ist alles Kaffeesatzleserei. Was zählt ist, dass nichts so sicher ist, wie der Wandel. Und wie jeder Wandel birgt die fortschreitende Digitalisierung Chancen und Risiken. Für uns kann das nur bedeuten, vorbereitet zu sein und die Chancen zu nutzen. Denn die Digitalisierung bietet als immer noch weitgehend unerschlossenes Land großartige Chancen für neue Geschäftsmodelle und für die wirtschaftliche Zukunft des Standorts Deutschland und auch für die Zukunft Leverkusens.

Bleibt mir nur der WfL in Person von Herrn Dr. Obermaier und dem ZDI-Netzwerk cLEVer Rhein-Wupper in Person von Herrn Wilde für die spannende Führung zu danken. Ich wünsche dem Projekt alles Gute und viel Erfolg. Denn die Zeit steht nicht still. Erfinden wir uns neu!