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Bildung in Nachhaltigkeit - Nachhaltige Bildung

In Opladen findet sich ein Leverkusener Kleinod: Auf einem denkmalgeschützten Gutshof, dem Gut Ophoven, inmitten einer 60.000m² großen Parkanlage betreiben die Stadt Leverkusen und der Förderverein das Umweltzentrum NaturGut Ophoven.

Leverkusens Umweltzentrum

Es war nicht das beste Wetter für einen Besuch des NaturGut Ophoven. Doch davon ließen wir uns nicht abhalten. Mein Kollege und Fraktionsvorsitzender im Landtag Thomas Kutschaty und unser Oberbürgermeister Uwe Richrath besuchten mit mir gemeinsam eine Leverkusener Besonderheit: Das NaturGut Ophoven. Jeder kennt es. Kein Leverkusener Kind, der nicht irgendwann mit seiner Klasse das NaturGut besucht. Aber auch außerhalb Leverkusens ist das Umwelt- und Bildungszentrum bekannt: Schulklassen aus ganz NRW pilgern hier hin, um etwas über Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Umweltschutz zu erfahren. Vor einigen Wochen habe ich mit dem Probierwerk ein Projekt für die wirtschaftliche Zukunft Leverkusens besucht. Das NaturGut Ophoven ist dagegen ein Projekt für das zukünftige Überleben der Menschheit. Und das wollte ich meinem Fraktionsvorsitzenden unbedingt zeigen.
Dafür organisierten die Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven Marianne Ackermann und ihr Stellvertreter Felix Keil ein kleines Besuchs- und Informationsprogramm: Sie führten uns über das Gelände mit seinen Gärten, Insektenhotels und Vogelnestern, um uns anschließend im hauseigenen Museum auf die Suche nach dem Klimaglück zu schicken. Natur erleben, Artenvielfalt, Klimaschutz und erneuerbare Energien: Thomas Kutschaty, der das NaturGut das erste Mal besuchte, ließ sich von dem vielfältigen pädagogischen Angebot des Naturguts beeindrucken.

Bildung für und mit Umwelt

Ökologie. Das ist ein kompliziertes Geflecht von Wechselwirkungen. Alles hängt miteinander zusammen, nichts ist unwichtig. Und genau das führt das Das NaturGut Ophoven mit einem im wahrsten Sinne des Wortes ökologischen Ansatz vor: Wo man zuerst nur ein chaotisches Nebeneinander von Themen und Projekten sieht, erschließen sich schnell die Zusammenhänge: Bauen, Wohnen und Flächenverbrauch, Bienensterben und Mobilität, Wasserverbrauch und Kochen: dem chaotischem Geflecht der Ökologie nähert sich das Umweltbildungszentrum mit einem Ökosystem der Bildung. In der Cafeteria werden Bio-Speisen vorbereitet, während draußen die Solarzellen die Energie der Sonne einfangen. Thomas

Finanzierung? Nachhaltig gestalten!

Währenddessen sprachen wir über Chancen der zukünftigen Entwicklung des NaturGuts und natürlich beleuchteten wir auch die Grenzen einer rein projektbasierten Finanzierung des NaturGuts. Denn jenseits einer erst seit 2016 erreichten Grundfinanzierung ist das NaturGut angewiesen auf Spenden und Projektförderungen. Dazu muss der Förderverein immer wieder aufs Neue Ideen entwickeln, die förderfähig sind. Das ist nicht immer schlecht und durchaus innovationsfördernd. Bei einer fehlenden Grundfinanzierung führt das aber zu erheblicher Unsicherheit über die finanzielle Zukunft des Umweltzentrums. Oder um es mit den Worten von Marianne Ackermann zu sagen: „Wir sind sehr abhängig von kurzfristigen Projektförderungen. Das erschwert die langfristige Planung und verlangt einen erheblichen Organisationsaufwand. Da kommen wir manchmal an unsere Grenzen. Aber zum Glück erhalten wir auch umfangreiche ehrenamtliche Unterstützung aus allen Teilen der Leverkusener Bevölkerung.“

Stadt und Ehrenamt Hand in Hand

Das NaturGut ist ein leuchtendes Beispiel für erfolgreiches ehrenamtliches Engagement in enger Zusammenarbeit mit der Stadt. Denn es war ein weiter Weg von der baufälligen Ruine in den 80ger Jahren bis zur landesweit anerkannten Institution der Umweltbildung. Heute ist das NaturGut Regionalzentrum im Landesnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und Teil des Netzwerks „16 Bildungszentren Klimaschutz“. Ohne die Tatkraft und Überzeugung des Fördervereins wäre das nicht möglich gewesen.“
In diesem Sinne wünsche ich in dem NaturGut weitere erfolgreiche Jahrzehnte. In der heutigen Zeit ist Aufklärung über Umweltschutz nötiger denn je: Denn bedroht sind ja nicht einfach nur Tierarten und Pflanzen, sondern ein Ökosystem, in dem der Mensch leben kann. Der Umweltschutz ist kein altruistisches Hobby, sondern ganz konkret der Schutz des Menschen vor Umweltveränderungen, mit denen er nicht leben kann. Umweltschutz ist Menschenschutz, das sollten wir nicht vergessen.

Ich möchte mich noch einmal herzlich bei Marianne Ackermann und Felix Keil vom Förderverein für die Führung bedanken. Und auch bei Thomas Kutschaty bedanke ich mich dafür, dass er die Zeit gefunden hat für einen Besuch dieser landesweit einmaligen Erfolgsgeschichte.