Aktuelle Beiträge aus dem Wahlkreis

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Leverkusen Nazifrei

Ich bin stolz auf meine Stadt! Am Tag der Deutschen Einheit sind etwa 40 Nazis durch unsere Straßen gezogen. Doch Leverkusen hat ein starkes Zeichen gegen die Unmenschlichkeit gesetzt. 300 Menschen, Jung und Alt, SPD, Verdi, DGB, sie alle folgten dem Aufruf der Initiative Leverkusen Nazifrei gegen diesen rechtsnationalistischen „Trauermarsch“. Ein voller Erfolg.

Ein Marsch gegen die Einheit

Es war ein angeblicher Trauerzug für die angeblichen Opfer einer angeblich verfehlten Flüchtlingspolitik. Denn, was ist das für ein Trauerzug, der nicht um die 1.500 Toten des Mittelmeers allein in diesem Jahr trauert? Das war kein Marsch zur Trauer, nein, das war ein Marsch gegen unser offenes und humanes Deutschland.
Der Tag der Deutschen Einheit ist unser Feiertag. Wir feiern, dass eine Grenze aus Beton, Stacheldraht, Soldaten und Gewehren überwunden wurde. Wir feiern, dass eine erzwungene Teilung überwunden wurde. Müssen wir denn wirklich daran erinnern, dass eben diese rechten Gesellen, ihr Krieg, ihre Verbrechen Schuld an der Teilung Deutschlands waren? Und ausgerechnet an diesem wichtigen Tag, einem Tag der Einheit, versucht ein kleinkarierter, muffiger Verein aus Hennef wieder das braune Gespenst von Blut und Boden aus den Mottenkammern der Geschichte auf unseren Straßen heraufzubeschwören.

Ein Betrüger als Alternative?

Der Verantwortliche des angeblichen Trauerzugs ist übrigens ein gewisser Thomas Matzke. Der war sogar der AfD zu alternativ und wurde aus der Partei ausgeschlossen. Wegen Veruntreuung. Einfach lächerlich, dass dieser halbseidene Betrüger sich als moralisch integer gebärdet. Was Herr Matzke und seine braunen Gesellen da betreiben, ist schlicht der Ausverkauf all dessen, was Heimat ausmacht, nämlich menschliche Güte und Wärme!

Humanity First

Leverkusen laut gegen Nazis

Dieser Trauermarsch war, wie Karl Lauterbach in seiner Rede richtig feststellte, eine Schande. Eine Schande für Deutschland, eine Schande für unsere Zivilisation. Ein gegenaufklärerischer Schildbubenstreich. Zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Wer am Tag der Deutschen Einheit trauert, der sollte die Toten der Mauer betrauern. Der sollte die Toten im Mittelmeer betrauern, jene, die ihr Leben verloren haben, weil sie eine Mauer überwinden wollten. Deshalb hat unsere Parteivorsitzende Aylin Doğan recht, als sie verkündete: Die Zeit der schweigenden Demokraten ist vorbei. In Leverkusen definitiv. Wir haben nicht geschwiegen, sondern den Nazis unsere Feier der Vereinigung zuvor getrennter Menschen entgegengestellt. Wir lassen uns unsere Stadt, unsere Heimat nicht nehmen von einer Ansammlung verirrter Krawallmacher. Wir überlassen unsere Stadt nicht eben jenen, deren Gesinnung nichts als Zerstörung und Leid bringt.

Leverkusen bleibt aufrecht

Ich danke Allen, die gekommen sind. Allen, die Haltung bewiesen haben. Ganz besonders danke ich den Organisatoren, ganz überwiegend junge Leute, die unwahrscheinlich beherzt für Ihre Überzeugung eingetreten sind. Das ist keine Selbstverständlichkeit! Davor ziehe ich meinen Hut! Wir standen einig als Menschen, als Rechtschaffende. Einig für Menschlichkeit, gegen den Hass. Wir standen einig gegen die schrillen Fanfaren des Nationalismus für unsere friedliche, gütige und offene Stadt und Heimat. Denn wir sind mehr. Und darauf bin ich stolz.